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#Autorenwahnsinn

Ihr Lieben,

die Aufgabe für heute lautet: Inspiration für das aktuelle Projekt. Oder anders ausgedrückt: was hat dich inspiriert, das aktuelle Projekt zu schreiben – oder: wo kommt die Inspiration im Augenblick her?

Oh je. ich gebe zu, an dieser Stelle möchte ich gerne auf meine Autoren-Vorstellung verweisen. Denn mein Projekt ist im Prinzip kein Projekt, sondern eine Art Lebensaufgabe. Der zweite Band der Sonnenkönigin wird nicht der letzte sein, und ich nehme an, insgesamt zehn werde ich mindestens hinbekommen!

Deshalb die Kurzfassung: Vor mittlerweile fast 25 Jahren fasste ich den ehrgeizigen Plan, über den König zu schreiben. Warum? Weil mich die einseitige Darstellung in den deutschen Geschichtsbüchern mehr als nur geärgert hat. Von Louis XIV hatte ich schon gehört und gelesen, noch bevor dieses Thema im deutschen Unterricht behandelt worden ist, und ich war vollkommen schockiert, als ich dann sehen musste, dass er dort ganz anders präsentiert worden ist als in Frankreich. Nun, heutzutage bin ich sogar fast dankbar dafür, denn diese Widersprüchlichkeit hat mich zu meiner jetzigen Arbeit geführt. Als ich dann bemerkte, dass die offizielle Geschichte immer widersprüchlicher wurde, begann ich zu suchen und zu recherchieren. Über 20 Jahre lang.

Das führte natürlich zu folgendem Dilemma: mittlerweile habe ich so viele Dokumente und Unterlagen hier liegen, dass klar war, es würde nicht nur ein Buch werden. Oder eines mit mehreren 1000 Seiten. Also habe ich mich 2014 entschlossen, nicht chronologisch zu schreiben, sondern der geplanten Reihe einen Band voranzustellen, ein Prequel, wie das so schön neudeutsch heißt!

Der zweite Band ist eigentlich der, mit dem ich beginnen wollte. Meine Inspiration liegt also in meiner eigenen Geschichte begründet.

Und mittlerweile? Nun, mein Lieblingsort Versailles ist eine immerwährende Inspiration. Wann immer ich kann, suche ich ihn auf. Eine weitere Inspiration sind liebe Freunde und Kollegen, mit denen ich mich austauschen kann. Weil ich mich gerne bedanke, an dieser Stelle meinen herzlichen Dank an meine deutsch/schweizer Mitleser Le. Alex Sax, Lydia Schmidt und Nicole Knappstein, die mir nicht nur wertvolles Feedback geben, sondern mit denen man auch gar herrlich diskutieren kann. Alex ist außerdem noch eine wundervolle Autorin, und uns beiden gelingt es immer wieder, uns gegenseitig mit Ideen anzustecken. Ich glaube, mein meist gesprochener Satz in diesem Kontext ist: einen Augenblick, das muss ich aufschreiben.

Die größte Inspiration? Man lese meine Widmung am Anfang und Ende eines jeden Buches.

Und ich danke jedem einzelnen aus ganzem Herzen.