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#Autorenwahnsinn

Ihr Lieben,

die Aufgabe für heute lautet: Nenne den ersten Satz deines aktuellen Projekts.

Nun, das aktuelle Projekt ist der zweite Band der Sonnenkönigin. Und da ich Protagonisten habe, die es vorziehen, zu machen, was sie wollen, und nicht, was ich will, nimmt der zweite Band gerade epische Ausmaße an.

Entsprechend bin ich mit der Einteilung der Kapitel auch noch nicht ganz am Ende, und weiß auch noch nicht, ob sie so bleiben wie sie jetzt im Augenblick sind. Man könnte auch sagen: der erste Satz steht noch gar nicht fest. Und deshalb muss ich schon wieder variieren und nehme einfach meinen liebsten Satz:

Liebe mich, oder ich muss sterben.

Gesprochen von Louis XIV zu Louise de La Vallière, die sich hinsichtlich der Erwiderung seiner Zuneigung als etwas zögerlich erwies. Dies war nicht ihren mangelnden Empfindungen geschuldet, sondern eher im Gegenteil: Sie erachtete sich als zu gering für ihn, er war ihr König und überdies mit einer anderen verheiratet. Für sie Gründe genug, ihn schmachten zu lassen. Er hingegen musste lernen, dass er da auf eine Frau getroffen war, der im Bezug auf ihre Herzensangelegenheiten sein Titel hinlänglich gleichgültig war.

Warum ich diesen Satz liebe? Nun, ich glaube, ich habe einen leichten Hang zum Drama. Und zu rührenden Liebesgeschichten. Wenn ein Mann mit solcher Inbrunst seine Liebe bekennt, dann sind beide Gegebenheiten erfüllt. Zum Glück hat sie ihn ja erhört. Wer mehr wissen will, wartet bitte den zweiten Band ab. Er ist etwas politischer als der erste, aber auch, wie mir meine Testleser bestätigt haben, voller Romantik. Außerdem mischt sich dauernd eine redselige Prinzessin ein und verändert meinen Plot. Außerdem verspeist sie offenbar meine Ferrero Küsschen, denn anders kann ich mir deren plötzliches Verschwinden nicht mehr erklären.

Und ja, meine Protagonisten dürfen sich sogar näher kommen. Da war ich im ersten Band noch etwas verhalten. Aber das geschieht selbstverständlich stilvoll.